Ein Besuch im "Paradisum" Die ersten Zisterzienser im 12. Jahrhundert nannten das Kloster "Paradisum", "das Paradies". Wer nämlich im Kloster ist, der lebt in der Nähe und Gegenwart Gottes, er liest und meditiert das Wort Gottes, er lebt in Einheit mit seiner Liebe. In der Architektur des Stiftes Heiligenkreuz spiegelt sich dieser Grundgedanke wieder: im romanisch-gotischen Kreuzgang stellen viele hundert rote Marmorsäulen von 1240 die Bäume des Paradieses dar, die im Knospen- und Rankenwerk der Kapitäle enden. Die Schlusssteine der mächtigen Gewölbe symbolisieren die Blütenpracht des Paradieses. In der Mitte des Kreuzganges ein liebevoll gepflegter Garten. Das Stift Heiligenkreuz ist eine Reise wert! Bei einer Besichtigung kann man eben dieses stille "Paradisum" erleben.

Unsere geschulten Führer zeigen das Kloster nicht bloß als architektonisches und kunstgeschichtliches Juwel, sondern wollen auch die "Mystik" des Ortes erfahren lassen und das Leben der Mönche in Geschichte und Gegenwart schildern.

Die Klosteranlage wird daher jährlich von ca. 170.000 Touristen besichtigt. Heiligenkreuz ist von Wien aus über die A21 leicht zu erreichen und liegt doch mitten im grünen Wienerwald.

Die Führungen werden durch exzellent geschulte und fachkundige Führer, und oft sogar von den Mönchen selbst, zu den unten angegebenen Zeiten regelmäßig abgehalten. Wenn Kinder- und Schulführungen rechtzeitig angemeldet werden, werden sie von einem jungen Mitbruder durchgeführt.

Die Klosteranlage kann nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden.

Der Stiftshof mit der Dreifaltigkeittsäule und auch die mittelalterliche Abteikirche sind frei zugänglich. Das eigentliche Zentrum des Klosters sieht man aber nur bei einer Führung:

In der Abteikirche sieht man das romanische Langhaus aus dem 12. Jahrhundert und den hochgotischen Hallenchor aus dem 13. Jahrhundert; das barocke Chorgestühl von Giovanni Giuliani, die mächtige Orgel von Ignaz Kober. In der Sakristei sieht man die Rokokofresken und die wertvollen Intarsienschränke der beiden Laienbrüder Lucas Barth und Caspar Wiler; im frühgotischen Kreuzgang sieht man die Fraterie, die mittelalterlichen Grisaillefenstern im Lesegang samt der barocken Darstellung der Fußwaschung von Giuliani.

die liebliche Annakapelle und die skurril-barocke Totenkapelle, den gotischen Kapitelsaal als Grablege des letzten Babenbergers, Friedrich des Streitbaren († 1246); das hochgotische Brunnenhaus mit dem Bleibrunnen und den farbenprächtigen Glasscheiben aus dem 13. Jahrhundert, welche die Familie der Babenberger darstellen.

Steckbrief

+43 22 ... anzeigen
Heiligenkreuz 1

EUR 7,30 - Eintritt Erwachsene

Kinder und Studenten: € 3,70

Gruppen und Senioren: € 6,30
Montag bis Samstag:
um 10, 11, 14, 15 und 16 Uhr. (Um 17 Uhr: nur ab 6 Personen bei Voranmeldung an der Klosterpforte!)

Sonn- und Feiertage:
um 11, 14, 15 und 16 Uhr. (Um 17 Uhr: nur ab 6 Personen bei Voranmeldung an der Klosterpforte!)
Transparent Transparent Transparent