Dommuseum zu Salzburg

Das Dommuseum zu Salzburg widmet sich der Kunst und Kultur im ältesten Erzbistum des deutschen Sprachraums. Schon die Ausstellungsräume im Obergeschoss des Domes – die sogenannten Oratorien – sind sehenswert. Das nördliche Rupertusoratorium ist prachtvoll mit Stuckaturen und Gemälden ausgestattet. Der Besucher gelangt dorthin über die Orgelempore, die einen beeindruckenden Ausblick in das Langhaus des Domes bietet. Das Dommuseum ist zugleich Diözesanmuseum und zeigt wertvolle, nicht mehr in Gebrauch stehende sakrale Kunstwerke aus verschiedenen Pfarren der Erzdiözese.

Der Domschatz umfasst liturgische Geräte und Gewänder des 12. bis 18. Jahrhunderts. Unter den mittelalterlichen Goldschmiedearbeiten sind hervorzuheben ein doppelarmiges Reliquienkreuz aus Ungarn (um 1100), möglicherweise das Schwurkreuz der ungarischen Könige, und eine Hostientaube aus Limoges (1200/1225).

Erzbischof Wolf Dietrich (1587-1612), der die erzbischöfliche Stadt zu Beginn des Barock grundlegend neu gestaltete, hat den Domschatz mit einer Reihe hervorragender Goldschmiedewerke bereichert, darunter eine Monstranz von 1596 und ein Missale mit emailgeschmücktem Einband (1598/1599). Im Auftrag des Erzbischofs Johann Ernst Thun (1687-1709) entstand 1697 die einzigartige Pretiosenmonstranz, das Hauptwerk des Hofgoldschmieds Ferdinand Sigmund Amende. Die bedeutendste Kostbarkeit des Museums stellt das so genannte Rupertuskreuz aus Bischofshofen dar. Dieses größte erhaltene Metallkreuz des ersten christlichen Jahrtausends ist rund 1300 Jahre alt und fand vermutlich im ersten Salzburger Dom Aufstellung.

Malerei und Skulptur des 14. bis 18. Jahrhunderts sind mit bemerkenswerten Werken vertreten. Zu den mittelalterlichen Stücken gehören die Tafel des Pfarrwerfener Altars (um 1425/30) und eine Madonna aus dem Umkreis Michael Pachers (um 1495-1500). Alle wichtigen Meister des Salzburger Barock sind in einem Werk gegenwärtig: Meinrad Guggenbichler, Georg Raphael Donner, Johann Michael Rottmayr und Paul Troger.

Kunst- und Wunderkammer

Die Kunst- und Wunderkammer entstand in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Nach dem Ende des Fürsterzbistums wurde der Sammlungsbestand zerstreut, nur die Schränke blieben zurück. Ihr Inhalt wurde 1974 im Sinne eines barocken Kuriositätenkabinetts rekonstruiert.

Eine barocke Kunst- und Wunderkammer versammelte Objekte aus der Natur und Werke der Kunst: ausgestopfte Tiere, Fossilien, wissenschaftliche Geräte, Bergkristallschleifarbeiten etc. Die Stücke waren nicht wissenschaftlich geordnet, sondern nach Material oder Zweck. Die Zeitgenossen unterschieden zwischen künstlichen Objekten, „artificialia“, und natürlichen, „naturalia“. Die einen waren das Werk des Menschen, die anderen galten als das Werk Gottes. In ihrer Gesamtheit sollten sie den Kosmos verbildlichen. Heute ist die Kunst- und Wunderkammer Teil des Museums. Die vielfältige Sammlung von Mineralien, Fossilien, Tieren und Geräten spricht die unmittelbare Erfahrung an, sie erregt Neugier und Staunen.

Öffnungszeiten

20. Mai - 26. Oktober 2011
26. November 2011 - 8. Januar 2012
(24.-25. Dezember 2011 geschlossen)

Montag - Samstag: 10:00 - 17:00 Uhr
Sonntag, Feiertage: 11:00 - 18:00 Uhr

Eintrittspreise

(20. Mai - 26. Oktober 2011)
Einzelkarte
 EUR 6,00
Gruppen (mind. 15 Personen), SeniorenEUR 5,00
Kinder, Jugendliche 6 - 18 Jahre EUR 2,00
Studenten bis 27 Jahre (mit Studentenausweis) EUR 2,00
Schulklassen je SchülerEUR 2,00
Familien (2 Erwachsene und Kinder bis 15 Jahre) EUR 10,00

(26. November 2011 - 8. Januar 2012)
Einzelkarte
 EUR 5,00
Gruppen (mind. 15 Personen), SeniorenEUR 3,50
Kinder, Jugendliche 6 - 18 Jahre EUR 1,50
Studenten bis 27 Jahre (mit Studentenausweis) EUR 1,50
Schulklassen je SchülerEUR 1,50
Familien (2 Erwachsene und Kinder bis 15 Jahre) EUR  9,00

Steckbrief

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Domplatz 1a

EUR 6,00 - Einzelkarte
20. Mai - 26. Oktober 2011
26. November 2011 - 8. Januar 2012
(24.-25. Dezember 2011 geschlossen)

Montag - Samstag: 10:00 - 17:00 Uhr
Sonntag, Feiertage: 11:00 - 18:00 Uhr
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