Stadtmuseum Graz

Das stadtmuseumgraz stellt das kulturell-historische Selbstverständnis der Stadt Graz dar. Es ist ein urbaner Ort des kollektiven Gedächtnisses ebenso wie eine Plattform des aktuellen Diskurses, ein Ort der Reflexion über die Geschichte und die Zukunft einer vielfältigen Stadt. Das stadtmuseumgraz leistet damit auch einen wichtigen Beitrag zur positiven Stadtentwicklung und zur sinnlichen Information für die Gäste der Stadt.

Modell des Grazer Schlossbergs

Ein Stadtmuseum ist heute kein einfaches Instrument der Identitätssicherung mehr, sondern das einer vielfach gespiegelten Identitätssuche und Identitätsbefragung. Das
stadtmuseumgraz wird also ein Identitätslabor sein. Wer nach der Identität einer Stadt sucht, muss eine wissenschaftlich-künstlerische Antwort auf die Frage finden, wie vernünftige, nicht irrationale Identität in einer zunehmend komplexeren Gesellschaft, in einem Europa der Regionen überhaupt zu finden ist.

Das stadtmuseumgraz wird die Europäische Kulturhauptstadt in ihrem europäischen Umfeld präsentieren. Somit muss die Darstellung der Stadtgeschichte in der europäischen Geschichte verankert sein. – Die Identität einer Stadt wird auch durch ihre Ränder bestimmt. Aus diesem Grund wird das stadtmuseumgraz seinen Fokus auch auf „Randthemen“ legen.

Obgleich historisches Museum der Stadt soll das stadtmuseumgraz dennoch einer entschiedenen Zeitgenossenschaft verpflichtet sein, Geschichte also immer vom heutigen Standpunkt und mit den heutigen Erfahrungen und mit heutigen formalen Mitteln darstellen und berücksichtigen, dass Geschichtsdarstellung einem stetigen Wandel unterzogen ist.

Die Museumsapotheke im Stadtmuseum

Im Innenhof des Palais Khuenburg hat das stadtmuseumgraz eine Besonderheit zu bieten – die außergewöhnliche Schausammlung der Museumsapotheke.

Mag. Manfred Lang von der Grazer „Hirschenapotheke“ überließ seine private pharmaziehistorische Sammlung der Stadtgemeinde Graz, allerdings an die Bedingung geknüpft, sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Es wurden zwei Räume im Stadtmuseum eingerichtet und am 18. November 1977 eröffnet. Ein Aufruf der Apothekerkammer an die Apotheker der Steiermark hatte zur Folge, dass weitere Exponate zum vorhandenen Bestand hinzukamen.

Das Kernstück jeder Apotheke ist der Verkaufsraum, das sogenannte „Dispensierlokal“ oder die „Offizin“. In der Museumsapotheke wird dieser Raum von einer bemerkenswerten Biedermeiereinrichtung aus Kirschholz beherrscht, die von der „Mariahilf-Apotheke“ in Feldbach stammt und von Mag. König zur Verfügung gestellt wurde.

Ein Infundierofen mit Trockenschrank, ein großer Eisenmörser und eine beträchtliche Anzahl von Büchern aus der „Engelapotheke“ in Graz, eine große Kräuterwaage und Gefäße aus der „Stiftsapotheke“ in Admont sowie ein Destillierapparat aus der „Bärenapotheke“ in Graz zählen zu den vielen sehenswerten Exponaten, die Einblicke in den Alltag einer Apotheke von einst gewähren.

Öffnungszeiten
Di–So von 10:00 bis 18:00 Uhr

Eintrittspreise 2007
Erwachsene: Euro 4,00
Ermäßigt: Euro 2,00
Kinder und Schüler im Klassenverband: frei!
Grupppen ab 7 Personen: Euro 1,00 Führung: Euro 2,00

Steckbrief

+43/31 ... anzeigen
Sackstraße 18

EUR 4,00 - Erwachsene
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