Das Seebachtal in der Gemeinde
Mallnitz nicht nur ein von zahlreichen Dreitausendern umrahmtes
grandioses Hochgebirgstal, sondern war bis heute schon des öfteren ein
richtungsweisender Modellfall für den gesamten Nationalpark.
Mit
seinen 14km ist das Seebachtal das längste Seitental von Mallnitz. Der
Eingang des Tales, mit seinem breiten, flachen Talboden lädt zum
gemütlichen Wandern ein. Hier liegt auch der Stappitzer See, eine
naturkundliche Besonderheit für sich. Einst durch einen großen
Bergsturz gebildet, ist der See heute eine bedeutende Raststation für
Zugvögel.
Hinter
dem Stappitzer See ändert das Tal bald seinen Charakter: steile
Felswände, über die Wasserfälle stürzen, ragen links und rechts empor
und ein herrlicher Bergwald bedeckt den gesamten Talboden, durch den
nun kein Wanderweg mehr Weiterführt. Und am Talschluß leuchten
Gletscher unterhalb der steil aufragenden Gipfel herunter. Eine alpine
Wildnis, die an die Rocky Mountains erinnert.
Bedingt
durch diese günstigen Rahmenbedingungen und durch weitsichtige
Grundbesitzer, konnte hier schon seit mehr als einem Jahrzehnt der
Modellfall für einen international anerkannten Nationalpark geprobt
werden: Einrichtung des ersten Naturwaldreservates, erstmalige
Umsetzung eines nationalparkgerechten Wildtiermanagements und die erste
Freisetzung von Bartgeiern in Kärnten. So wurde das Seebachtal
richtungsweisend für den gesamten Nationalpark.