Krimmler Wasserfälle

Die höchsten Wasserfälle Europas haben im Lauf der Jahrhunderte zahlreiche Bezeichnungen erhalten. Bereits 1796 wurden die Krimmler Wasserfälle als das "größte und prächtigste Naturschauspiel im Land Salzburg" bezeichnet. 1845 hieß es in einem Vorläufer des Baedeker-Reiseführers gar, dass man "hinter Krimml den schönsten Wasserfall der Monarchie schaut".

In jenen Zeiten war die touristische Erschließung der rund 400 Meter hohen Krimmler Wasserfälle noch nicht einmal denkbar. Erst 1876 plante der damals noch junge Alpenverein einen Weg samt Brücken und Aussichtskanzeln entlang den drei Katarakten. 1879 wurde die neue Steiganlage schließlich eröffnet. Der gang große Ansturm auf die Wasserfälle setzte aber erst nach Fertigstellung der Pinzgauer Eisenbahn im Jahr 1898 ein.

Die Krimmler Ache, deren Wasser in drei Katarakten so spektakulär in die Tiefe fällt, hat ein Einzugsgebiet von 110 Quadratkilometern mit 23 Gletschern. Je nach Jahreszeit führt der Bach zwischen 10 und 83 Kubikmeter Wasser pro Sekunde. Die Wasserfracht eines durchschnittlichen Tages in der Gletscher-Schmelzperiode zwischen Mai und August schwankt zwischen 20 und 35 Kubikmetern pro Sekunde. Am meisten Wasser stürzt am Abend ins Tal, wenn das mittägliche Schmelzwasser quasi eine Flut erzeugt. Zur Mittagszeit liegt der Wasserfall in der Sonne, wodurch sozusagen Ebbe herrscht. Am frühen Morgen geben die Gletscher wegen der Kälte der Nacht am wenigsten Wasser ab.

Mit der Gründung des Nationalparks Hohe Tauern im Jahr 1984 genießt auch das Krimmler Achental und damit die Krimmler Wasserfälle absoluten Schutz. Man sieht das naturgewaltige Schauspiel am besten vom Parkplatz "Wasserfallblick" an der Gerlos Alpenstraße aus.

Steckbrief

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