Kaiserliche Hofburg Innsbruck

Die Hofburg in Innsbruck gehört neben der Wiener Hofburg und dem Schloss Schönbrunn, Wien, zu den drei bedeutendsten Kulturbauten Österreichs

Die Kaiserappartements

Eine Reihe von 27 Räumen wechselnder Funktion bildet das herrschaftliche Appartement: Gemäß dem ursprünglichen Bauplan stand jeweils einer Person ein Appartement zur Verfügung. Daraus ergibt sich die Doppelanlage, d.h. der Wohn- und Repräsentationsbereich eines Herrscherpaares umfasste eine Damen- und eine Herrenseite mit jeweils getrennten Zugängen. Getrennte Schlafzimmer, wie sie an anderen europäischen Höfen üblich waren, kennt man in Österreich nicht. Dem Spezifikum des Wiener Hofes folgend plante man auch in der Innsbrucker Hofburg ein gemeinsames Schlafzimmer für das Herrscherpaar.

Im Wappenturm*

Die Ausstellungsstücke beziehen sich auf die Zeit vor dem Umbau zum Barockschloss. Ein Ölbild informiert über das Aussehen des ehemaligen Wappenturmes, der 1768 zum Südrondell umgebaut wurde.

 

Gardesaal*

Das Grundkonzept der Kaiserappartements sah eine Herrenseite mit pompösem Repräsentationsbereich und eine Damenseite vor. In der Ante Camera, dem zeremoniell genutzten Vorzimmer stand später die Leibgarde Wache.

Riesensaal*

Maria-Theresia ließ den ursprünglich mit Herkules-Szenen ("Riesen") bemalten Saal umgestalten. Der rhythmische Wechsel von Fenstern und Portraits der kaiserlichen Familien-mitglieder bestimmt den Reiz des Festsaals.

Lothringer Zimmer*

Im Wesentlichen blieb der ehemalige Audienzraum seit dem großen Umbau 1770-1773 unverändert im Rokoko-Stil erhalten. Zum Raum-konzept gehören die wandfesten Bildnisse der Familie Franz' I. Stephan von Lothringen.

Kapitelzimmer

Obwohl als Ratszimmer geplant, diente es bald geselligeren Zwecken. Die bereits für den Konferenzraum geschaffenen Monumental-gemälde zeigen Szenen aus dem Gesellschafts-leben der Ritterorden.

Ferdinandszimmer

Den weiß glasierten Ofen (um 1773), ebenso wie die anderen Rokoko-Öfen in der Hofburg, heizten die Diener vom Gang aus. Das Mobiliar wurde erst 100 Jahre nach der Epoche des Klassizismus in diesem Stil hergestellt.

Andreas-Hofer-Saal

Die Bezeichnung bezieht sich auf den Tiroler Volkshelden Andreas Hofer, der 1809 den Aufstand gegen die bayrische Landesverwaltung anführte und zwei Monate von hier aus Tirol regierte.

Gelbes Zimmer

Das Vorzimmer zu den Privatgemächern erhielt 1858 sein heutiges Aussehen. Damals wurden die Wohnräume nach dem Vorbild von Kaiserin Elisabeths (Sisis) Appartement im Schloss Schönbrunn, Wien umgestaltet.

Weißer Salon

Die Raumbezeichnung im Bauplan von 1773 lautete "Spiegelzimmer". Spiegel galten einst als Inbegriff fürstlicher Wohnkultur. Die Ausstattung von 1858, vorwiegend in Weiß, regte später die Bezeichnung "Weißer Salon" an.

Rosa Salon

Der besondere intime Charakter des Raumes zeigt sich in der Verwendung von seidenen Wand-bespannungen. Gemäß den Gepflogenheiten des 18. und 19. Jhs. wurden sie perfekt auf Möbelbezüge und Vorhänge abgestimmt.

Rondellzimmer

Das ursprüngliche Haupt-Kabinett wurde für Kaiserin Elisabeth (Sisi) als Schreibzimmer eingerichtet. Der Deckenstuck ist dem Rokoko (1773), die Wandgestaltung mit passender Möblierung dem Neo-Rokoko (1858) zuzuordnen.

Schlafzimmer

1859 wurde im ehemaligen Zimmer der diensthabenden Kammerzofe das Schlaf-zimmer Kaiser Franz Josefs I. eingerichtet. Er hielt sich wiederholt in Tirol auf, seine Gemahlin Sisi übernachtete nur einmal in Innsbruck.

Eckkabinett

Der ungünstige Grundriss ergab sich, weil dieser Raum über dem Wehrturm der mittelalterlichen Burg liegt. Um 1795 befand sich hier die Bibliothek, 1858 wurde es als Toilettezimmer der Kaiserin (Sisi) eingerichtet.

Chinesenzimmer

So benannt wegen der Wandmalereien à la China, die modische Tapeten des 18. Jhs. nachahmten. Chinoiserien waren damals sehr beliebt, die tatsächliche Kenntnis des fernöstlichen Landes jedoch gering.

Biedermeierzimmer

Die Biedermeier-Sitzgarnitur vermittelt einen Eindruck von der Einrichtung nach 1838. Insgesamt ca. 200 Möbelstücke lieferte der Innsbrucker Tischler Johann Geyr. Variantenreiches Design zeichnet seine Stühle aus.

Galerie

Die Vorhalle, die im Bauplan von 1773 als "e;Gallerie oder zweite Ante Camera"e; eingezeichnet ist, präsentiert sich heute, nach der Restaurierung (2002) wieder als unmöblierter Warteraum in seiner ursprünglichen Gestalt.

Ministerzimmer

Als die Hofburg nach dem Wiener Kongress wieder in habsburgischen Besitz gelangte, wurde sie fast leer übergeben. Ausgestellt sind einige Empire-Möbel, die man damals (1815) neu anschaffte.

Vorraum zur Hofburgkapelle*

Die ausgestellten Objekte beziehen sich auf das benachbarte Adelige Damenstift. Die Portraitierten, Maria Theresia als Stiftsgründerin und ihre Tochter Maria Elisabeth als Äbtissin, tragen das Ordenszeichen.

 

Hofburgkapelle*

1765/66 ließ Maria Theresia das Sterbezimmer ihres Gemahls Kaiser Franz I. Stephan von Lothringen († 18. August 1765) zur Kapelle umbauen. Noch heute wird jährlich eine Gedenkmesse zelebriert.

Sakristei*

Die Vorbereitung auf die Heilige Messe erfolgt in der Sakristei. Beachtung verdient der Sakristeischrank aus Nussholz mit Einlegearbeit (um 1766), in dem alles für die Messfeier Benötigte verwahrt wird.

Preise

  Kaiserappartements Ausstellung des
Alpenverein-Museums
Kombiticket
Erwachsene Euro 8,00 Euro 4,00 Euro 10,00
ermäßigt Euro 6,00 Euro 3,00 Euro   7,00
Kinder/Jugendliche* frei frei frei
Jahreskarte - - Euro 22,00

 * bis 19 Jahre

Sonntag = Familientag

Kinder, Jugendliche und deren Begleitung (bis zu 2 Erwachsene) erhalten am Sonntag freien Eintritt!

Führungsbeitrag:                                      
Erwachsene Euro 3,00
Kinderführung Euro 2,00
Gruppen bis 20 Pers. während/außerhalb der Öffnungszeiten Euro 40,00/60,00


Audioguideführung, auch für Kinder, im Preis inbegriffen

Steckbrief

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Rennweg 1

EUR 8,00 - Eintritt Erwachsene Kaiserappartements
Ganzjährig geöffnet
Täglich von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Einlass bis 16.30 Uhr

Mittwoch von 9.00 bis 19.00 Uhr
Einlass bis 18.30 Uhr
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