Felberturmmuseum Mittersill

Der Felberturm, das Hauptgebäude des Museums diente den Herren von Velm als Wohn- und Wehrturm. Nach dem Aussterben der Velber im Jahre 1470 fiel der Turm an das Erzstift und wurde in einen "Diensttroadkasten" umgewidmet, in dem die dem Erzstift zinspflichtigen Bauern ihren Zehent abliefern mussten. Im 19. Jahrhundert verfiel er zur Ruine. 1963 wurde der Turm von der Marktgemeinde Mittersill wieder instand gesetzt, um darin ein Heimatmuseum zu errichten.

Turm

Heute beherbergt der Turm in drei Geschossen den Hauptteil der Exponate des Heimatmuseums. Darunter:

Die umfangreiche Mineraliensammlung mit ca. 1000 Exponaten.

Eine Besonderheit sind die größten Kristallstufen, die jemals im Felbertal gefunden wurden, zwei leicht rauchige Bergkristallstufen, von ausgezeichneter Qualität (65 und 110 kg). Sie wurden 1995 (von Josef Papp aus Mittersill) aus einer Kluft im Felbertal geborgen.

Die einzigartige Sakralkunstsammlung.

Das Schimuseum, mit Raritäten wie einem Klapp- und dem Blizzard Düsenschi.

Weiters Ausstellungen zum Wolfram - Scheelit - Bergbau, Handwerk, Volkskultur, Jagd, Natur der Region, Fotoausstellung "Mittersill in alten Ansichten", sowie Informationen zu den Franzosenkriegen.

Pinzgauer Bauernhaus "Häuslgut"

Dieses typische Pinzgauer Bauernhaus war bis 1968 das Wohngebäude der Familie Buchner in Kaprun.

Im Herbst 1968 abgetragen, wurde es 1969 - 1972 im Museumsareal verkleinert aufgestellt und museal eingerichtet.

Am First ist die Jahreszahl 1757 zu lesen. Als ehemaliges "Lehensgut" der Burgherrn von Kaprun ist das Gehöft aber wesentlich älter.

Im 15. Jh. wird der Herrenhof als Zehenthof mit dazugehöriger "Taferne" erwähnt.
Seit 1726 Familienbesitz, 1985 zum "Erbhof" erklärt.

Schul- oder Sängerhaus

Das Schulhaus oder "Sängerhaus" ist das jüngste Museumsobjekt. Es ist das ehemalige Schul- und Mesnerhaus und wurde 1609 erbaut. Nach mündlicher Überlieferung handelt es sich um das älteste Schulhaus Mittersills. Ursprünglich stand es neben der Felberkirche, wurde 1998 abgetragen und auf Museumsgrund wieder aufgebaut.

Im Erdgeschoss befindet sich ein Ausstellungsraum für Sonderausstellungen und Vorträge, im Obergeschoss ist eine historische Schulklasse eingerichtet.

Feuerwehrhaus

Das "Feuerwehrhaus" wurde 1974 zur Unterbringung eines Feuerwehrmuseums errichtet. Neben vielen interessanten Ausstellungsstücken sind auch ein

Feuerwehr-Mercedes (Baujahr 1943), Mittersills älteste Motorspritzen aus den Jahren 1927 und 1930 sowie die legendäre hölzerne Feuerwehrleiter aus dem Jahre 1909 zu besichtigen.

Hinter dem Feuerwehrmuseum wurde an der Ostseite des Turmes ein alter Güterwaggon aus dem Ende des 19. Jahrhunderts aufgestellt, in dem sich eine Ausstellung zur Pinzgauer Lokalbahn befindet.

In der Wagenhütte beim Feuerwehmuseum sind Goaßlschlitten, Pfüge, Dengelgetriebe sowie Kramplergeräte, die einst zur Entschotterung der Salzach verwendet wurden, untergebracht.

Im Freigelände hinter dem Feuerwerhaus befinden sich weitere Objekte. Ein bäuerlicher "Troadkasten", eine Bauernmühle und ein Backofen, in dem in den Sommermonaten schmackhaftes Brot gebacken wird.

Die Filialkirche St. Nikolaus in Felben

ist die älteste Kirche in Mittersill und wurde um 1250 von den Herren von Felben, die für den Erzbischof den Saumhandel über den Felbertauern kontrollierten, errichtet. (Kirchenpatron St. Nikolaus gilt als Beschützer auf gefährlichen Wegen.)

Außen: schlichter spätgotischer Bau. Innenraum: Stilrichtungen von Romanik bis Rokoko. Die Renovierung 1968 brachte das ursprüngliche romanische Schichtenmauerwerk wieder zum Vorschein.

Besonders sehenswert:

  • Eingangsbereich im Turm: Weihwasserbecken, Eingangstür mit Guckloch (und Kritzeleien von Wallfahrern (ab 1731!)
  • Sternrippengewölbe mit den Wappen jener Familien (Grundherren und Gewerken) die 1479 den Ersatz der flachen Holzdecke durch ein gotisches Gewölbe finanzierten, sowie den Wappen des Reiches, des Bistums Chiemsee und des Erzstiftes Salzburg.
  • Hochaltar von Ruep Niederfilzer (1631) – Bildhauer und Tischler in Mittersill mit einem Gnadenbild Marias umgeben von 14 Nothelfern (2 Statuen 1957 gestohlen).
  • Fresko von 1780 im Altarraum

Steckbrief

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Museumsstraße 2

EUR 3,50 - Eintritt Erwachsene
Mai:
Sa., So. und Feiertage: 13.00 - 17.00 Uhr
Juni bis September:
Di. bis Fr.:10.00 - 17.00 Uhr
Sa., So. und Feiertage: 13.00 - 17.00 Uhr
Mo. Ruhetag
Oktober:
Sa., So. und Feiertage: 13.00 - 17.00 Uhr
Gruppenbesuche auch außerhalb der angegebenen Zeiten möglich.
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