Die heutige Dom- und Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul ist 1578 von den protestantischen Landständen als repräsentatives Bethaus errichtet worden. Sie ist die älteste Wandpfeilerkirche Österreichs und eine der bedeutendsten Kirchenbauten, die von den Protestanten im gesamten deutschen Sprachraum errichtet wurde. Die Kirche wurde 1604 den Jesuiten übergeben, den Aposteln Petrus und Paulus geweiht, umgebaut und vergrößert. Seit 1787 ist sie Kathedralkirche des Bischofs von Gurk in Klagenfurt.

Einen Schwerpunkt der Domkirche bildet die Kirchenmusik (Mitte Juli bis Mitte August jeden Sa. und So. Konzerte und große klassische Festmessen). Die Mathis-Orgel (1986) zählt zu den qualitativ besten Orgeln Österreichs.

Der Innenraum der Domkirche ist ganz auf den Hochaltar, einen mächtigen Säulen-Pilasteraufbau aus Holz, und den Tabernakel ausgerichtet (1). Das Altarblatt (1752) stammt von Daniel Gran, es stellt den Abschied der Apostelfürsten Petrus und Paulus vor ihrem Martyrium in Rom dar, darüber in den Wolken erscheint die Kirche in Gestalt einer Frau. Auch das Aufsatzbild mit der Darstellung der Dreifaltigkeit wird Daniel Gran zugeschrieben. Die Türen des als Tempietto gestalteten Tabernakels zieren Reliefs der vier Evangelisten.

Der Kärntner Christoph Rudolph hat 1726 die Kanzel (2) geschaffen. Die vier Evangelisten sind sitzend dargestellt, an der Rückwand der Kanzel in einem Relief das Bild des Guten Hirten, darüber, vergoldet, aufsteigende Wolken mit dem auferstandenen Christus im Strahlenkranz.

1727 haben die Kärntner Landstände eine Johannes Nepomuk-Apotheose gestiftet, sie entstand nach einem Entwurf des Klagenfurter Malers Josef Ferdinand Fromiller.

Das Deckenfresko des Priesterchors zeigt die Verklärung Jesu, das große Deckenfresko des Hauptschiffs die Himmelfahrt Christi und seiner Mutter Maria.

Für die Seitenaltäre, zwischen 1725 und 1727 errichtet, wurden verschiedene Marmorsorten verwendet. Die Marienkapelle, heute die Taufkapelle, ist durch ein besonders reizvolles Rokokgitter abgeschlossen. Von einem der bedeutendsten Barockmaler Österreichs, von Paul Troger, stammt das Altarbild der Ignatius-von-Loyola-Kapelle: Das 1726 entstandene Gemälde zeigt den Ordensgründer, dem in einer Vision Christus erscheint.

Ursprünglich als Grabstätte für die Fürsten Orsini-Rosenberg errichtet (1660), wurde in der Sakramentskapelle, geweiht dem Heiligen Franz Xaver, das alte Altarbild durch eine Kopie der Madonna aus Altötting ersetzt. Den Stuckmarmoraltar flankieren die Heiligen Wolfgang und Andreas, ein 1740 entstandenes Werk von Christoph Rudolph.

Steckbrief

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Lidmanskygasse 14

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