Burg Schlaining

Die Burg wurde 1271 als castrum Zloynuk in einer Urkunde von Ottokar Přemysl erwähnt. Den heutigen Namen erhielt sie nach einigen Wandlungen, wie Sliunic, Zalonuk, Zolonak, Slany, Schläning im Jahr 1786.

War die Burg im Jahr 1271 im Besitz der Güssinger Grafen, ging sie im 15. Jahrhundert ins Eigentum von Andreas Baumkircher über. Mitte des 16. Jahrhunderts kam sie in den Besitz der Familie Batthyány. Der letzte Eigentümer aus dieser Linie, Ludwig Batthyány, wurde am 17. März 1848 zum ersten ungarischen Ministerpräsidenten ernannt. Nach seiner Hinrichtung am 6. Oktober 1849 ging sein Eigentum und damit auch die Burg in den Besitz der ungarischen Kammer über.

In der Zeit von 1957 bis 1980 gehörte die Burg dem ehemaligen Bundesminister Udo Illig. Seither gehört die Burg dem Land Burgenland und wurde als Museum eingerichtet. Neben dem Europäischen Friedensmuseum, finden laufend verschiedene Sonderausstellungen statt.

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Ausstellungen

Seit dem Jahr 2004 befinden sich in der Burg Schlaining verschiedene Ausstellungen. Die Besucher können daher mit einer Eintrittskarte je nach ihren Interessen alle oder einzelne Ausstellungen in der Burg Schlaining besuchen.

Kulturelle Angebote auf der Burg Schlaining:

  • Europäisches Museum für Frieden (die einzigartige umfassende Darstellung der Probleme von Frieden und Gewalt
  • Die Ausstellung über die Geschichte und Tätigkeit des Österreichischen Studienzentrums für Frieden und Konfliktlösung (ÖSFK)
  • Volkskundesammlung Ludwig Toth, welche die größte, umfangreichste und thematisch geschlossenste dieser Art im Burgenland ist (3. Obergeschoss in der Burg).
  • Ausstellung Ritter Baumkirchner - Leben & Sterben im 15.Jahrhundert
  • Begehung des Kanonenturms mit der Sonderausstellung "Vom Fehdewesen zur Gerichtsbarkeit"

Zusätzlich kann mit dem optischen Leitsystem (25 Tafeln) die Geschichte der Burg Schlaining selbstständig erkundet werden.

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Eintrittspreise

  • Erwachsene/Einzeln € 8,-
  • Pensionisten / Gruppen (Erwachsene in Gruppen ab 10 Personen) € 6,-
  • Ermäßigungskarte (SchülerInnen, StudentInnen, Lehrlinge, Behinderte, Präsenz- und Zivildiener, Jugendliche unter 18 J.) € 4,50
  • Schüler (SchülerInnen im Klassenverband) € 3,-
  • Familie (Familien und Kinder bis 16 J.) € 15,-
  • Aufpreis für Führung Erwachsene € 2,50
  • Aufpreis für Führung Kinder € 1,50

Friedensmuseum Burg Schlaining

Im Obergeschoß finden Sie den Bereich "Frieden" zur Ausstellung "Europäisches Museum für Frieden", die einzigartige umfassende Darstellung der Probleme von Frieden und Gewalt: Friedensarbeit muss auf allen Ebenen des gesellschaftlichen und politischen Lebens geleistet werden. Friedensarbeit braucht dazu lokale, regionale und globale Akteure, nicht nur in der Politik und in den Regierungen, sondern vor allem in der Zivilgesellschaft. Um Frieden wirksam zu entwickeln und durchzusetzen, ist ein Zusammenspiel auf allen Ebenen erforderlich – nach dem Motto: Global denken, lokal handeln.

Im externen Bereich finden Sie folgende Ausstellungen: Begehung des Kanonenturms mit der Sonderausstellung "Vom Fehdewesen zur Gerichtsbarkeit - Recht und Justiz im Mittelalter" und "Arbeit und Wohnen um 1900", die Volkskundesammlung von Ludwig Toth, welche die größte, umfangreichste und thematisch geschlossenste dieser Art im Burgenland ist.

Im Zwischengeschoß finden Sie den Bereich "Konflikte" mit der Ausstellung über die Geschichte und Tätigkeit des Österreichischen Studienzentrums für Frieden und Konfliktlösung (ÖSFK): Konflikte hat es immer gegeben und wird es immer geben – auf allen Ebenen des Zusammenlebens. Nicht Konflikte an sich sind friedensgefährdend, sondern ihre gewaltsame Austragung und Eskalation. Konstruktive Konfliktbearbeitung ist deswegen ein entscheidendes Kriterium für Friedfertigkeit. Konflikte sind ohne Androhung oder Anwendung von Gewalt auszutragen.

Ausstellung Ritter Baumkircher - Leben & Sterben im 15. Jahrhundert

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Am 23. April 1471 wird Andreas Baumkircher trotz freien Geleites, das ihm Kaiser Friedrich III. zugesichert hat, ohne Verhör und ohne Verhandlung in Graz mit dem Schwert hingerichtet. Nur neun Jahre zuvor – im Jahr 1462 – hat er von demselben Kaiser das Recht erhalten, die Stadt Schlaining zu gründen.

550 Jahre Stadtgründung nimmt Stadtschlaining zum Anlass, im Rahmen der umfassenden Retrospektive „Ritter Baumkircher“ vor allem jener Frage nachzugehen, wie es zu der Hinrichtung Baumkirchers kommen konnte und wie der einstige Weggefährte des Kaisers zu einer derart gefährlichen Bedrohung des Landes werden konnte.

  • Was wissen wir über Andreas Baumkircher?
  • Wie lebten die Menschen im Mittelalter, vor allem im Grenzgebiet um Stadtschlaining?
  • Wer waren seine Freunde und wer seine Feinde?
  • Wie kämpften die Menschen im 15. Jahrhundert und gab es auch friedliche Zeiten?

Die Ausstellung zeigt den Werdegang des draufgängerischen Adeligen Baumkircher im politischen Ränkespiel zwischen Kaiser Friedrich III. und seinem größten Widersacher, dem ungarischen König Matthias Corvinus. Sie stellt eine Zeit des Umbruchs vor – denn das 15. Jahrhundert war eine unruhige Zeit, voll der Kämpfe, Kriege und Intrigen. Es war aber auch die Zeit, als das Mittelalter zu Ende ging und neue Ideen und neue Technologien die Neuzeit einläuteten.

Die einzelnen Kapitel der Ausstellung:

  • Die Hinrichtung
  • Unruhige Zeiten: Das politische Umfeld in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts
  • Alltagsleben und Wirtschaftssystem
  • Die Baumkircher Fehde, die weite Teile der Steiermark verwüstete, und die Kriegsführung im ausgehenden Mittelalter.

Öffnungszeiten:

Palmsonntag - 31. Oktober:
DI - SO 9:00 - 17:00
Montag geschlossen
Kassaschluss: 16:00

Kontaktdaten:

Friedensmuseum Burg Schlaining
Rouchusplatz 1
7461 Stadtschlaining
Telefon: 03355/2306
Website: www.fiedensburg.at
Email: museum@friedensburg.at

Steckbrief

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Rochusplatz 1

EUR 8,00 - Eintritt für Erwachsene
Die Friedensburg Schlaining ist jeweils von Ostern bis Ende Oktober zwischen
9 und 17 Uhr täglich (außer Montag) für BesucherInnen geöffnet.
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