Burg Güssing

Auf einem längst erloschenem Vulkankegel thront die 1157 als Wehranlage errichtete älteste Burg des Burgenlandes. Nach mehrmaligem Besitzwechsel gelangte sie 1524 in den Besitz der Familie Battyány. Zur Abwehr der Gefahren aus dem Osten wurde sie im 16. und 17. Jahrhundert zu einer ziegelgemauerten Festung ausgebaut. Mit dem Verlust ihrer strategischen Bedeutung gab man die Burg im 18. Jh. dem Verfall preis, da die damalige "Dachsteuer" eine Erhaltung für den Besitzer unerschwinglich machte. Seit 1870 steht sie im Eigentum einer Stiftung.

Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten präsentiert sich die Burg nun in jenem Zustand, wie vor 200 Jahren.

2000 - 2003 wurde die Ausstellung auf der Hochburg mit eigenen Kunstschätzen, der Illig-Sammlung von der Burg Schlaining und mit privaten Leihgaben neu gestaltet. In 20 Ausstellungsräumen lassen 5.000 Exponate die Vergangenheit lebendig werden.

Ausstellungen

  • Burgmuseum
  • Fürstliche Sammelleidenschaften
  • Eisenkunstgusssammlung
  • Burg- und Herrschaftsgeschichte
  • Zinnfigurensammlung"
  • Sonderausstellung: Die Burg als Spielzeug, die Spielzeugburg

 

Das Burgmuseum - eine wahre Kunstkammer: Batthyány-Ahnengalerie, Familientafel, Gläser u. Porzellangeschirr mit Schwarzlotdekor, barocker Billardtisch, Sammelstücke aus dem fernöstlichen Raum, weitere barocke u. renaissancezeitliche Objekte. Sakrale Exponate (Messgewänder, Kelch, Monstranz u. a.) zeugen von der Burg als Schatzkammer des Glaubens.

Interessante Objekte verdeutlichen von der einstigen Stellung der Burg als Schutzfestung und Gerichtsstätte für leichte Delikte. Die im 2. OG. eingerichteten Zimmer vermitteln ein Bild der einstigen Lebensweise auf der Burg. Im Musikzimmer u. a. die Truhenorgel aus dem 16. Jh., zwei Phonolas, ein Zimbal. Das Speisezimmer präsentiert u. a. das Herend - Porzellanservice.

Güssing war auch religiöser u. wissenschaftlicher Mittelpunkt im 16./17. Jh., wovon viele wertvolle Exponate zeugen.

Die Eisenkunstgusssammlung ist mit 800 Erzeugnissen aus europäischen Gusshütten die größte derartige Österreichs mit europaweitem Ruf. Sie umspannt den Zeitraum vom 18. Jh. bis Anfang des 20. Jh. Geboten wird ein Überblick über die Vielzahl der Erscheinungsformen des Eisenkunstgusses wie Gebrauchs- und Ziergegenstände, Schmuckstücke und Kunsthandwerk.

Im prachtvollen Gemäldesaal, dem einstigen Rittersaal sind Kunstwerke von mehr als 400 Jahren zu besichtigen. Dieser Saal bietet auch einen besonderen Rahmen für Konzerte u. Empfänge.

Im Kellergeschoss befinden sich: Die Zinnfigurensammlung - Einzelfiguren u. Dioramen bieten ein buntes Bild aus dem Zivil- und Militärleben des 17./18. Jh. - Burgküche, Zuckerbäckerei und die Klostergründungen im südlichen Burgenland.

Öffnungszeiten

  • Ostermontag - 31. Oktober
  • täglich außer Montag von 10 - 17 Uhr

Preise

für Burgmuseum + Sonderaustellungen + Glockenturm


einzeln in der Gruppe
Erwachsene: € 5,50 € 5,--
Senioren: € 4,00 € 3,50
Kinder, Studenten, Präsenzdiener: € 3,50 € 3,--

Familienkarte: € 12,50

Führung - nach Voranmeldung: € 1,10 / je Person

Schrägaufzug: € 1 / je Person und Fahrt

Steckbrief

+43 (0 ... anzeigen
Battyanystr. 10

EUR 5,50 - Eintritt für Erwachsene
Ostermontag - 31. Oktober
täglich außer Montag von 10 - 17 Uhr
Transparent Transparent Transparent