Für großes Aufsehen sorgte der zufällig gemachte Fund des „Jünglings vom Magdalensberg“ im Jahre 1502.
Die Stadt auf dem Magdalensberg wurde im 1. Jh. v. Chr. gegründet. Sie war das italische Handels- und Produktionszentrum im damals noch freien keltischen Königreich Noricum. Wie keine andere archäologische Anlage vermittelt die Stadt Alt-Virunum auf dem Magdalensberg, auf 1000 m Seehöhe, mediterranes Flair.
Den baulichen Mittelpunkt der Stadt stellt der Tempelbezirk dar, der an das Forum grenzte. In einer großen zweigeschossigen Halle (Praetorium) fanden öffentliche Versammlungen und Gerichtsverhandlungen statt. Es ist dies der erste bekannte Ort staatlicher Hoheitsverwaltung Österreichs.
In einem öffentlichen Forumsbad ist heute das zentrale Museum untergebracht. Hier befinden sich die bronzene Großplastik des „Jünglings vom Magdalensberg“ sowie die Funde aus der kaiserlichen Goldbarrengießerei.
Durch jüngste Ausgrabungen konnte die im Römischen Weltreich einzigartige Goldfabrica entdeckt werden. Schon das Vorhandensein dieses „Fort Knox“ zeigt, dass es sich hier um das antike Verwaltungszentrum Roms im Ostalpenraum und somit um die erste österreichische Hauptstadt handelte.
Im 1. Jh. n. Chr. wurde die Siedlung jedoch aufgegeben. Der Grund dafür war, dass Kaiser Claudius Noricum ins Römische Reich eingliederte und eine neue Provinzhauptstadt, nämlich Virunum, errichten ließ.